Impressionen aus Mücke - Hessens Mitte
 
 

Jahresrückblick und Beförderungen

   

Mücke-Groß-Eichen (sf)

GBI Martin Schlosser konnte am Freitag die Aktiven der Mücker Wehren zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung willkommen heißen. Zu den Ehrengästen zählten Landrat Manfred Görig, Bürgermeister Andreas Sommer, KBI Dr. Sven Holland, Mitglieder der Mücker politischen Gremien, die GBI und SBI der Nachbarkommunen, die stellv. GBi von Mücke Bernd Wißner und Marco Knöß, Gemeindejugendwartin Michaela Wißner und ihre Stellvertreterin Julia Hahn, Thomas Tröller von der Betriebsfeuerwehr Parker, Ortsvorsteherin Petra Grün, GBi aD Ewald Schott und die Sachbearbeiterinnen Jessica Stark und Nadine Müller.

Nach der umfangreichen Begrüßung wurde auch derer gedacht, die ihm letzten Jahr ihr Leben lassen mussten.

In den 12 Ortsteilwehren der Gemeinde Mücke waren in 2017  35 Frauen und 242 Männer aktiv für die Einsatzabteilung gemeldet. Insgesamt hat die Feuerwehr Mücke damit 277 Aktive. Sie tun dies um zu jeder Tages und Nachtzeit, bei einer Alarmierung schnellstens zum Schutz aller Bürger freiwillig und ehrenamtlich aktive Hilfe zu leisten. In den Minigruppen hat Mücke  106 und in der Jugendfeuerwehr 98 Mitglieder sowie 20 Mitglieder sind in den verschiedenen Ortsteilen in den Alters – und Ehrenabteilungen laut Statistik gemeldet.

In 2017 wurde die Einsatzabteilung der Feuerwehr Mücke mit ihren Ortsteilwehren zu 110 Einsätzen alarmiert und im Vorjahr waren es nur 85. Es wurden dabei 24 Personen bei Verkehrsunfällen oder anderen Hilfeleistungen gerettet. Es waren 52 Brandeinsätze der unterschiedlichen Intensität und auch 55 technische Hilfeleistungen. Auch überörtlich waren die Wehren im Einsatz. Wie in jedem Jahr wurde der Faschingsumzug abgesichert und auch der Brandschutz gesichert.

Weitere Statistikdaten

In 2017 hat die Feuerwehr der Gemeinde Mücke 68 einsatzbereite Atemschutzgeräteträger. An 5 Tagen waren Atemschutzgeräteträger auf der Atemschutzstrecke in Alsfeld um die entsprechenden Voraussetzungen als Geräteträger zu erfüllen.

„Dies ist ein absolut positiver Trend zu den Vorjahren was die Einsatzbereitschaft betrifft. Wir sollten uns hier nicht ausruhen“, so GBI Schlosser.

Lehrgangsgeschehen

In 2017 wurde in Mücke ein Sprechfunk LG sowie eine Endanwender Schulung Digitalfunk durchgeführt. Ebenso wurde eine Unterweisung in der Motorkettensäge durchgeführt und zahlreiche Truppmannausbildungen absolviert. Diese werden jetzt auch kreisweit angeboten.

Aufgrund der derzeit laufenden baulichen Maßnahmen am Mücker Stützpunkt, wird auch in 2018 nur ein eingeschränkter Lehrgangsbetrieb gefahren.

In 2017 haben insgesamt 54 Kameraden und Kameradinnen aus Mücke in Ihrer Freizeit an Aus- und Weiterbildungen teilgenommen. Mückes Kreisausbilder waren bei Bedarf auch an anderen Standorten des Vogelsbergkreises aktiv. Hier insbesondere der neue VU Ausbilder Andreas Blechschmidt.

Ersatz - Neubeschaffungen

Es konnten alle notwendigen Ersatzbeschaffungen und erforderliche Neuanschaffungen im Laufe des Jahres 2017 getätigt werden. „Hierzu mein Dank an Ihren Vorgänger Bgm. a.D. Weitzel und alle gemeindlichen Gremien für die Bereitstellung der finanziellen Mittel für diese Anschaffungen. Mein Dank auch an die Kameraden die für die Abwicklung der Ersatzbeschaffungen mit verantwortlich sind“, so GBi Martin Schlosser. Alle Ortsteilwehren wurden mit dem Beleuchtungsgerät "Elspro" sowie Notfallsignalgebern für alle AS Geräte ausgestattet.

Schlosser dankte auch den Feuerwehrvereinen für die Unterstützung der Ortsteilwehren, ohne die manch eine Anschaffung nicht stattfinden könnte.

Durch das Team GBI wurden ca 105 Termine, keine Einsätze eingerechnet,  wahrgenommen. Ein besonderer Dank ging an Manuel Jünger.

Mücke hat eine gute Jugendarbeit und doch ist es das Ziel, diese Jugendarbeit und  damit die Nachwuchsgewinnung zu stärken.

Ralf Winter gab einen Einblick in die Arbeit des Digitalfunk und über die Anschaffung der neuen Pager. Auch erfreut sich, wenn sein Team verstärkt wird. Gerhard Fach stellte die Ausbildungs AG vor und Jürgen Mühlenbeck berichtete über den Kat‘s Zug. Lobend erwähnte er die Zusammenarbeit mit dem Autohof. Die dort stattfindende Brandschutz-Kälte-Übung , werde so organisiert, dass die Mitarbeiter des Autohofes aus ganz Deutschland in Mücke zusammengezogen werden. Der Gerätewagen Logistik (Hochwasser) war auch schon in Alsfeld und Gießen im Einsatz.

Manuel Jünger gab einen Einblick in die Arbeit der Gruppe, die das Feuerwehrwesen attraktiver gestalten möchten und er sprach darüber, wie die interkommunale Zusammenarbeit in der Jugendarbeit funktioniert.

Zum 31.12.2017 bestand die Gemeindejugendfeuerwehr aus 9 Jugendfeuerwehren mit insgesamt 204 Mitgliedern. Diese unterteilen sich in 106 Kinder in Kindergruppen und 98 Kindern in den Jugendfeuerwehren. Dies ist ein Zuwachs von 26 Kindern in den Minigruppen und 13 in den Jugendfeuerwehren. Ich denke diese Zahlen sprechen für sich und wie pflege ich immer bei Kreissitzungen zu sagen: „Mücke läuft“.

Für feuerwehrtechnische Ausbildung wurden rund 440 Stunden investiert, 300 Stunden wurden für die allgemeine Jugendarbeit aufgebracht. Für Vor – und Nachbereitungen, Sitzungen und  Tagungen,  Aus- und Fortbildung von Jugendwarten und Betreuern wurde ein zusätzlicher Zeitaufwand von 600 Stunden geleistet.  Insgesamt 10 Tage entfielen auf Zeltlager, Freizeit und Fahrten.

Am 18.3. fand die Abnahme der Jugendflamme Stufe 1 und 2 im Stützpunkt statt.  Insgesamt 40 Kinder nahmen an dieser Veranstaltung teil.

Die Gemeinschaftsübung aller Mücker Jugendfeuerwehren wurde in Nieder-Ohmen durchgeführt. Angenommen war ein Hubschrauberabsturz am Sportplatz Nieder-Ohmen. Die einzelnen Jugendfeuerwehren mussten Trümmerteile beseitigen, vermisste Personen suchen, Verletzte betreuen sowie die Brandbekämpfung durchführen. Danke an das Betreuerteam der Feuerwehr Nieder-Ohmen für die Ausrichtung dieser Übung.

Der  schon fest im Terminkalender verankerte Ausbildungstag fand diesmal in Flensungen statt. An vier Stationen bot sich den Jugendlichen einen genaueren Einblick in die Arbeit der Feuerwehr.

Ein Highlight im abgelaufenen Jahr war unser gemeinsames Zeltlager in Eckmannshain. Insgesamt 80 Kinder zwischen 6 und 17 Jahren bezogen am Freitag die Zelte. Danke an alle, welche zum Gelingen beigetragen haben. Ich denke, dass wir dieses gemeinsame  Zeltlager  in Zukunft wiederholen werden. Dank der großzügigen Unterstützung seitens der Gemeinde konnten wir das „WIR Gefühl“ unserer Jugendfeuerwehren fördern.

Bürgermeister Andreas Sommer sprach über die vielfältigen Aufgaben und der großen Verantwortung der Feuerwehr und wie sie es immer wieder schafften, Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. Auch erinnert er an das kürzlich Hochwasser und die Überflutung in Ober-Ohmen, Groß-Eichen oder Merlau und Flensungen. Er lobte den GBI für sein schnelles und zielgerechtes Handeln.

Landrat Manfred Görig lobte den 24 Stunden Einsatz der Feuerwehr. Sicherlich sei es nicht einfach, die gestellten Aufgaben wie die Einsätze oder der Lehrgangsbesuch umzusetzen. Auch die Wetterkapriolen und Land unter kurz hintereinander setzen Maßstäbe. Mit gut ausgebildetem Personal lassen sich die aufgabenbewältigen. Allerdings wird Nordfrost  eine zusätzliche Brandlast darstellen.

Es wurden die Silbernen Brandschutzehrenabzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst verliehen an: Martin Schlosser, Christoph Bast, Martin Krüger, Florian Traum, Ralf Peter Richter, Timo Rühl, Patrick Stein, Björn Ruppenthal, Marco Kratz und Jan Lutz.

Das Goldene Brandschutzehrenabzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst wurde verliehen an Arno Döring und Jürgen Geiß.

Auch Ortsvorsteherin Petra Grün hob den gesellschaftlichen Stellwert der Feuerwehr hervor. Sie liefere Sicherheit auf hohem Niveau. Die Aufgabenstellung hat sich sehr gewandelt und heute ist Schnelligkeit gefordert.

KBI Dr. Sven Holland sprach von der guten kommunalen Zusammenarbeit. Wer hätte damals bei der Auslieferung des Gerätewagens Logistik  gedacht, dass man schon so viele Einsätze gefahren hätte. Die Leitstelle sei auf digitalen Empfang umgerüstet und die Pager werden angeschafft zur digitalen Alarmierung. Für die Leistungsgruppe machte Dr. Sven Holland Werbung. Mittlerweile gäbe es im Vogelsbergkreis 8 Mannschaften, aber es könnten auch mehr sein. Die Atemschutzstrecke in Alsfeld sei ja nun ein Totalausfall und sie werde neu errichtet. In der Zwischenzeit, so Holland, werde man sich mit den Nachbarkreisen behelfen, die ihre Unterstützung auch zugesagt haben. 

Für 20 Jahre an : Daniela Müller, Sven Kaufmann, Christoph Bast, Ralf Schneidmüller, Nadine Traum, Michael Köhler, Manuel Liehr, Christian Ellrich, Mario Fach und Andreas Liewald

Für 30 Jahre an: Ute Hahn, Stefan Keil, Torsten Kratz, Jörg Schneider, Klaus Schmidt und  Andras Keilholz

Für 40 Jahre: Bernd Richardt und Bernd SchellhaasBeförderungen:Sebastian Polke wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert, Sven Alt  zum Löschmeister, Jan Malte Mühlenbeck  und Patrick Schott zum Oberlöschmeister und Tilo Horst und GBi Martin Schlosser zum Hauptbrandmeister.