Die Gemeinde Mücke

Mücke, das „Tor zum Vogelsberg“, ist eine Großgemeinde, bestehend aus 12 Ortschaften mit 9.500 Einwohnern. Sie präsentiert sich als lebendige, attraktive Gemeinde für Menschen jeden Alters mit vielfältigen Möglichkeiten für Beruf, Freizeit und Familie in der naturnahen und ländlich geprägten Lage des nordwestlichen Vogelsbergs.

Nicht nur die beiden Haltestellen der Bahnstrecke Gießen-Fulda und die Autobahnanbindung zur A5 machen unsere Gemeinde so attraktiv, Sie finden bei uns, was Sie zum Leben brauchen: Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen und Apotheken, Restaurants, Gaststätten und Eisdielen, aber auch Schulen und Kindertagesstätten, ein Schwimmbad mit Restaurant und Wellnessbereich, Sporthallen, Vereine, kulturelles Leben und vieles mehr!

 

Woher stammt der Name Mücke?

Die in den 1970er Jahren aus der Taufe gehobene Großgemeinde Mücke ist eine junge Gemeinde mit einem sehr alten Namen, der sich von dem keltischen Stammwort „meck“ und „muck“ ableitet, was so viel wie feucht oder sumpfig bedeutet, denn vor mehr als zweitausend Jahren gab es in unseren Tälern mit all seinen Flüssen und Bächen noch zahlreiche Sümpfe und Seen inmitten ausgedehnter Wälder. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch bereits vor mehr als 500 Jahren eine Flurbezeichnung „Im Mückengarten“ in alten Dorfunterlagen auftauchte, deren Gebiet mit Äckern, Wiesen und Gärten teilweise schlammig und morastig war.

Bereits 1870 führte der kleine Bahnhof an der damals neueröffneten Bahnlinie Gießen-Fulda den Namen „Bahnhof Mücke“, gefolgt von dem „Kaiserlichen Postamt Mücke“ im Jahre 1878. Auch das Gasthaus „Zur Alten Mücke“, im Jahre 1830 noch ein einfaches Ausspann- und Vorspannwirtshaus, beinhaltete bereits diesen Namen.

 

Geschichtliche Entwicklung der Gemeinde

Bereits für die Steinzeit lassen Funde aus Knochen und Stein auf menschliche Hinweise im Vogelsberg (u. a. in Stumpertenrod) schließen und die in der Umgegend heute noch vorhandenen Hügelgräber sind stumme Zeugen einer menschlichen Kultur während der Bronzezeit (ca. 2.200 bis 800 v. Chr.) in unserer Region.

Erst ab dem 8. Jahrhundert n. Chr. existieren schriftliche Quellen, die es ermöglichen, einen Einblick in das historische Geschehen zu nehmen.

Die über Jahrhunderte bestehenden reinen Bauerndörfer erfuhren infolge der Entdeckung von Eisenerzvorkommen und dessen Abbau Ende des 19. Jahrhunderts eine erste drastische Veränderung, die alle Dörfer der heutigen Gemeinde bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhundert betraf. 1966 wurde dann der Erzabbau in Mücke eingestellt.

Landwirtschaft wird heute nur noch von wenigen Vollerwerbslandwirten betrieben, die Nebenerwerbslandwirtschaft ist weitgehend verschwunden. Den ländlichen Charme aber hat sich Mücke im Ortsbild einiger seiner kleineren Ortschaften bis heute erhalten. Das findet seinen Ausdruck insbesondere in vielen gut erhaltenen und teilweise vorbildlich restaurierten Fachwerkhäusern und -höfen.

 

Großgemeinde Mücke

Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen erfolgte am 1. September 1970 der Zusammenschluss der Gemeinden Flensungen und Merlau mit Kirschgarten zur Gemeinde Mücke. Am 1. Oktober 1971 wurden die Gemeinden Höckersdorf, Ruppertenrod und Sellnrod mit Schmitten eingegliedert. Am 31. Dezember 1971 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Atzenhain, Bernsfeld, Groß-Eichen, Ilsdorf und Wettsaasen sowie der Zusammenschluss mit den Gemeinden Nieder-Ohmen und Ober-Ohmen zur neuen Gemeinde Mücke.

 

Geographische Lage

Die Großgemeinde Mücke ist geographischer Mittelpunkt Hessens und liegt in günstiger Lage am Westhang des Vogelsberges. Trotz einer Höhe von 200 bis 350 Meter bleibt Mücke von den klimatischen Nachteilen höherer Lagen meist verschont. Darüber hinaus bieten Berghänge und Hügel herrliche Ausblicke auf das idyllische Landschaftsbild, welches vielerorts vom Oberlauf der Ohm (Nebenfluss der Lahn) sowie dem Wasserlauf der Seen- und Ilsbach und weiteren kleineren Gewässern geprägt ist. Mit blühenden Wiesen, Weide- und Ackerland, durchbrochen von ausgedehnten Mischwäldern, umfasst das Gemeindegebiet eine Fläche von 86,5 Quadratkilometer.