Ortsteil Ober-Ohmen
Ober-Ohmen
Ober-Ohmen ist von seiner äußeren Erscheinung ein typisches Vogelsbergdorf mit einem hohen Anteil an Fachwerkhäusern. Hier findet sich auch Mückes ältestes Gebäude aus dem Jahr 1545! Höchste Erhebung in der Gemeinde Mücke ist der „Biehnes“ (453 m üNN).
Im Zuge der Dorferneuerung konnten viele alte Gebäude und Plätze stilgerecht umgestaltet oder erneuert werden. Ober-Ohmen ist eine Siedlung keltischen Ursprungs und wird urkundlich erstmals 1064 unter dem Namen „Amena“ erwähnt. Kaiser Heinrich IV schenkte seinerzeit der edlen Frau Mathilde das Gut Ober-Ohmen. Bereits im 15. Jahrhundert war Ober-Ohmen Gerichtsstand und verfügte über den sog. Blutbann, konnte also Todesurteile fällen und vollstrecken. In der evangelischen Kirche in Ober-Ohmen sind beeindruckende Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert erhalten geblieben.
Die namensgebende Ohm durchquert den Ort in seiner zentralen Mitte und schafft so ein malerisches Ortsbild. Zahlreiche historische Gebäude in der alten Ortslage wurden fachgerecht saniert, vermietet und sind heute Anziehungspunkt für architektonisch Interessierte. Ein ausführlicher Bildbericht über dieses Engagement wurde vor einigen Jahren in der Zeitschrift „Landlust“ veröffentlicht.
Das örtliche Backhaus wurde von den Ortsbürgern und dem Ortsbeirat umfassend saniert und erfreut sich wieder einer regen Nutzung bei traditionellen Veranstaltungen, wie den „Flatterdays“, dem Backhausfest und dem Haxenessen.
Die Vereinsgemeinschaft bietet Sport, Feuerwehr, Singen, Wandern, „Gaudi“ und Angeln an. Ober-Ohmen ist heute Heimat für 674 Einwohner (Stand 2025).