Ortsteil Nieder-Ohmen
Nieder-Ohmen
Nieder-Ohmen ist mit 2.562 Einwohnern (Stand 2025) der größte Ortsteil von Mücke, zu dem auch Königsaasen, Hof Windhain mit Wochenendgebiet und Hof Grubenbach gehören. Aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage bietet Nieder-Ohmen schnelle und gute Anbindungen in alle Richtungen.
Nieder-Ohmen ist mit Einzelhandelsgeschäften, Handwerksbetrieben und Gaststätten gut versorgt. Neben ortsansässigen Ärzten, Apotheken und der Diakoniestation Ohm-Felda können Familien auch von dem Kindergarten sowie der Grund- und Gesamtschule im Ortsteil profitieren. Das ehemalige Neubaugebiet „Wallenbach“ ist vollständig bebaut und hat zahlreichen jungen Familien eine neue Heimat gegeben – dies erklärt den starken Anstieg der Bevölkerung in den letzten fünf Jahren! Hier findet sich auch der örtliche Einkaufsmarkt. Somit stellt Nieder-Ohmen ein bedeutendes wirtschaftliches Zentrum von Mücke dar.
Für ein breites Freizeitangebot sorgen zahlreiche Vereine und Verbände mit Sport-, Karneval-, Musik- und Kulturveranstaltungen sowie mit unterschiedlichen Aktivitäten wie Angeln, Obst- und Gartenbau und dem Jugendclub. Daneben sind sonntägliche Wanderungen über den „Kratzberg“ (325 NN), dem Hausberg der Nieder-Ohmener, zur lieben Gewohnheit der Einheimischen geworden.
Im vorbildlich sanierten Fachwerk-Rathaus, welches um 1555 erbaut wurde, kann seit dem Jahr 2018 in urgemütlicher Atmosphäre wieder standesamtlich geheiratet werden. Eine Analyse der in diesem Rathaus verbauten Eichenbalken ergab für die Fällung der Eichen das Jahr 1554. Auf der Burgschall („Burgschoan“) ist ein Turmfundament aus dem 10. Jahrhundert zu sehen – eine Informationstafel informiert über diesen historischen Ort. Eine besondere, noch junge Tradition, hat sich dort im Ortsgeschehen etabliert: am Himmelfahrtstag findet an diesem geschichtsträchtigen Ort jährlich der gutbesuchte „Burgschoan-Schoppen“ statt.
Schicksal der jüdischen Gemeindemitglieder von Nieder-Ohmen
Am Pfarrhaus Nieder-Ohmen in der Merlauer Straße 11 steht eine Erinnerungstafel an das jüdische Lebend in Nieder-Ohmen. Sie zeigt das Schicksal der 97 Menschen, die im Ortsteil lebten und bis in die 1930er Jahre das Dorfleben mitprägten und gestalteten.